Mehr Empathie als die Profis?

Ein junger Mann, Jonas, steht mit einem unscheinbaren Stand auf der F.re.e München. Sein Angebot: Ferien in den Bungalows der Villa Oasis. Sie befinden sich 280 km südlich von Acapulco an der Pazifikküste Mexikos. Jonas hilft seinem Onkel, der Besitzer zweier Gästehäuser, und möchte den Tourismus nach Troncones bringen.

Bericht über den Strand von Troncones

Er hat einen Prospekt vorbereitet und USB-Einsteckkarten mit dem Logo gelasert. Alle Werbegeschenke hat er bei der Metro gekauft, Tortillas und Getränke mit Bezug auf die besagte Region, diese liebevoll mit Aufklebern versehen oder die entsprechenden Kartons gestempelt. 

Seine Informationen sind knapp; seine Webseite und 10% Messerabatt. Im Hintergrund auf einem Bildschirm läuft ein Video.

Die Webseite der beiden Bungalows;
Webseite von Villas Oasis, Troncones

Die Arbeit macht Jonas aus Überzeugung. Er springt förmlich ins kalte Wasser, Hilfsbereitschaft gegenüber seinem Onkel.   

Ich suche bei etablierten Reiseveranstaltern in der gleichen Halle die Zusammenarbeit. Dies, um Beiträge zu Ländern zu schreiben und Reiseideen zu veröffentlichen. Mir geht es, wie so vielen hier, darum, den Tourismus zu stärken. Mein Anliegen bringe ich danach zu Papier, ernte oftmals ein müdes Lächeln und werde oft nie wieder etwas von potenziellen Kunden hören.

Für Jonas und seinen Onkel wünsche ich jedenfalls viel Erfolg. Schön, wenn wieder mehr Idealismus und Begeisterung die Touristik erreichen. Es gibt sie noch, jedoch scheint zunehmend das Geld in den Vordergrund zu rücken. Stattdessen müssten wir uns vielmehr gegenseitig helfen. Aber Tourismus ist ein Haifischbecken. Durch das Internet hat sich der Konkurrenzkampf verschärft, künstliche Intelligenz wird noch mehr wüten als bisher. Wir brächten mehr «Jonas». Denn so viele Menschen möchten reisen, und Tourismus kann den Menschen so viel geben.

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