Was bringt Instagram

In ihren Buch Unfollow – Wie Instagram unser Leben zerstört (erschienen im Verlag Eden Books) kritisiert Nina Schink die Instagram Szene.

Es ist billige Unterhaltung, die auf Instagram gezeigt wird. Gefilterte Fotos alleine zählen und die Darstellung eines Lebens, welches die wenigsten so leben können, nicht mal die Influencer. Sie setzen sich perfekt in Szene und verfolgen nur ihr Geschäftsmodell. Dadurch bekommen Menschen Minderwertigkeitskomplexe, weil ein solches Leben nicht möglich ist. Auch wird suggeriert, jeder kann es zum Influencer schaffen. Es gehört eine grosse Portion Glück dazu und viel Arbeit. Sprungbrett dafür sind TV Sendungen, wie z.B. Bachelor, Big Brother, GNTM, DSDS.

Wie sinnvoll ist es immer das beste Foto zu präsentieren? Meistens von Reisezielen, die jeder kennt? Wenn sich alles um Werbung dreht und hohe Followerzahlen, die gekauft werden? Die Eigentümer von Instagram posten wenig. Ehemalige Führungskräfte desselben bezeichnen das Unternehmen als Monster. Es impft falsche Wertvorstellungen und vergibt Belohnungen, die im echten Leben kaum zählen. Und stiehlt viel Lebenszeit.

Im Iran ist Instagram als einziges soziales Medium zugelassen und dort für die Werbung von Unternehmen eingesetzt. Denn die Benutzer wollen sich dort unterhalten, schöne Bilder sehen. Kritik ist spärlich.

Ich nahm mit mehreren Influencern Kontakt auf, habe um Fotos mit Eindrücken für meine Länderseiten gebeten. Nie eine Antwort, diese Interaktion scheint nicht zu interessieren. Doch die Werbebranche interessiert sich für Likes und Followers. Weniger für Inhalte, Kontaktpunkte ist was zählt. Deswegen wird Instagram weiterhin eine Zukunft haben.

zum Buch hier ein Interview im Deutschlandfunk

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